Geschichte

Zeitlinie

? Ayvorra entsteht

? einzelne Stammesverbände bevölkern das Land

? Ringen der Stämme um die Vorherrschaft im Land

~ 2000 v.G. unter König Astaar entsteht das erste Königreich

~1800 v.G. das Königreich umfasst die gesamten bekannten Gebiete Ayvorras

1392 v.G. Katastrophe um Eisland

Zerfall des Königsreiches in zwei Königreiche: Nord- und Süyayvorra

92 v.G. Spalten durchbrechen das Land im Süden

Zeit der Unruhe und Angst

1 v.G. wenige Wochen andauernder Bürgerkrieg

0 G Wiedervereinigung der zwei Reiche durch einen bedingungslosen Frieden die neue Hauptstadt des Reiches wird nach dem ersten König, Astaar, benannt

287 G erste Handelsabkommen mit Whenua unter König Miahar

Trockenlegung der Todesmoore

390 G Königin Mendelin besteigt den Thron

408 G = 2008 = Jahr 18 Mendelin

Königin Mendelin setzt die Zeitrechnung nach Herrschern außer Kraft

neue Zeitrechnung nach „Jahren der Gemeinschaft“(G)


 

Der Ursprung

Sie, die nicht bestimmt werden kann, sie die die ewige Wandlung ist, nahm den Namen Rova an und fand eine neue Existenz. Diese Existenz wurde zur Schöpferin eines Landes auf einer Welt, die andere begründet hatten, wurde zum Land selbst, dass sie mit der Fruchtbarkeit ihres Leibes nährte. Und nach dem Vorbild einer Rasse, die auf dieser Welt heimisch war, bevölkerte sie ihr Land und es sollte von da an Ayvorra heißen. Doch etwas Altes folgte der Wandlung, etwas, dass Rova zerstören wollte und es schlich sich ein auf Rovas Leib, indem es eine menschliche Form und einen menschlichen Namen wählte: Lanadren Athor. Er wandte sich gegen Ayvorra und zwang die ewige Wandelbare zur neuerlichen Wandlung. Danach schwang er sich empor zu ihrem gottgleichen Status. Als er vernichtend geschlagen wurde, brachen fremde Götter über Ayvorra herein und erkämpften sich ihren Platz in den Herzen der Menschen.

(Legende unbekannter Herkunft)

Wo die Ur-Ayvorraner herkommen weiß niemand genau zu sagen. Alten Legenden zufolge sind sie von einem versinkenden Kontinent über das Meer geflohen. Andere behaupten, sie wären einfach mit dem Land selbst entstanden und schon „immer“ da gewesen. Tatsache ist jedoch, dass die Ayvorraner ein sehr altes Volk sind. Anfangs fanden die sich zu kleinen Stammesverbänden zusammen, unter denen häufig Krieg herrschte. Erst König Astaar zeigte Bestrebungen, die Stämme zu einem einzigen Königreich zu verbinden, was seinen Nachfolgern zweihundert Jahre später (etwa 2000 v.G.) gelang. Durch seine geschützte, abgeschirmte Lage entwickelte das vereinte Königreich eine eigene, isolierte Kultur die heute jedoch zum Großteil in Vergessenheit geraten ist.

 

Ein Königreich

Das vereinte Königreich wurde von einem gewählten König oder einer Königin verwaltet. Auch regionale Oberhäupter wurden vom Volk selbst gewählt und hatten dem Regenten/der Regentin jährlich Rechenschaft abzulegen. Ayvorras Boden war fruchtbar, die Bevölkerung reich, Sklaverei und echte Armut kannte man nicht. An die 600 Jahre sollten die Ayorraner in diesem behaglichen Frieden leben.

 

Die Katastrophe

Dann jedoch geschah etwas Entsetzliches: Lanadren Athor, ein Menschen der nicht auf Ayvorra geboren wurde, das Land aber doch auf unbekanntem Wege betreten hatte, scharrte an zwielichtigen Gestalten alles um sich, was er in dieser Welt des Friedens finden konnte und versuchte, vom Herzen des Königreiches aus, Ayvorra ins Chaos zu stürzen. Was genau geschah weiß niemand zu sagen, jedoch erschütterte ein unglaubliches Beben das Land und zerstörte weite Flächen, die von diesem Zeitpunkt an von ewigem Eis und Schnee bedeckt bleiben sollten. Eisland war geboren. Bis dahin hatte es in Ayvorra nur zwei Gottheiten gegeben: Rova und Avor, Anfang und Ende des Seins. Durch Avors Kraft wurde Leben geschenkt, durch Rovas Güte wurde sie genommen. Nichts was die Menschen tun konnten hätte dieses Gleichgewicht verändert und so kannten sie keine Anbetung und mussten über diese Mächte hinaus auch keine anderen kennen. Doch die Gottheiten verschwanden mit der Katastrophe und Lanadren nahm ihren Platz ein. Es kam zum Bürgerkrieg.

Die Bevölkerung hatte Angst. Zu tausenden pilgerten sie zur Königsfamilie, erhofften sie sich doch vom weisen Führer ihres Landes Rat und Hilfe. Der damalige Regent Turges, ein mächtiger Magier, tat alles, was in seiner Macht stand, um wieder Frieden einkehren zu lassen. Er sollte ihn zu seinen Lebzeiten nicht erreichen. Seine älteste Tochter Efirmath jedoch, der die Magie ebenfalls im Blut lag, brach mit Hilfe guter Götter von außerhalb den Einfluss Lanadren Athors und brachte dem Krieg somit ein Ende.

Wesentliche Unterstützung kam dabei von Odimine, einer Göttin der Gerechtigkeit, der Loyalität der Gnade und der Gesetze. Sie fand ihren Weg nach Ayvorra durch eine Kompanie an Paladienen, die einem Riss in der Realität (vielleicht auch einem Portal?) entstiegen. Da die Paladine alle in der Schlacht gegen Lanadren Athor fielen, ist nicht eindeutig überliefert, aus welchem Land sie ursprünglich stammten oder was sie hergeleitet hat. Der Glaube an Odimine hat jedoch bis heute Bestand und ihre Anhänger sind hoch geschätzt und angesehen.

 

Zwei Königreiche

Jahrzehntelang bemühte die Königin sich nun um den Wideraufbau des Landes und sie vollbrachte dabei manch übermenschliche Tat. Unter dem Volk gingen zahlreiche Propheten um, die, die Stärke der Erstgeborenen lobten und aus diesem Lob entwickelte sich der Aberglaube, nur erstgeborene Kinder dieser Blutlinie seien zu solchen Taten fähig. Der Glaube lastete schwer auf der Familie, doch mehrere hundert Jahre lang sollte alles gut gehen. Keine Verbindung blieb kinderlos und immer überlebte das Erstgeborene – eine Tatsache die wiederum als Bestätigung der Prophezeiung gedeutet wurde.

Doch dann starb Mirgam die III bei der Geburt von zweieigen Zwillingen, einem Jungen und einem Mädchen, und es kam zum Streit, wer von beiden nun erstgeboren wäre. Jahrelange Diskussionen um die Erbfolge wurden fast bis zur Volljährigkeit der Zwillinge geführt. Schließlich verfügte der betagte Vater der beiden, sein Land in einen Nord- und einen Südteil zu spalten. In der Mitte lag Eisland (das verheerte Brachland), den Norden übergab er seinem Sohn, den Süden seiner Tochter.

Das Land war groß und die Kinder unterschiedlich wie Tag und Nacht, so entwickelten sich unter der Führung des Geschwisterpaares, zwei Königsreiche, wie sie unterschiedlicher kaum sein konnten.

Während der Sohn die Begabung der Magie in sich fühlte und alles förderte, was damit zu tun hatte, so wie er auch die schönen Künste sehr schätze und unterstützte, gründeten der Mut und die Entschlossenheit seiner Schwester ein Königreich, in dem sich Kämpfer bei weitem wohler fühlten. Direktheit, Gerechtigkeit – so lauteten ihre Maxime. Auch war der Tochter alles Übernatürliche unheimlich und sie versuchte erst gar nicht, Wissen oder Praktiken, die damit zu tun hatten, zu verbreiten.

So sollten einige Generationen an Königsfamilien weiterregieren. Der schlimme Krieg geriet in Vergessenheit. Die Erhaltung der Blutlinie schien nicht mehr von zentraler Bedeutung. Zeitweise wurden Könige und Königinnen sogar wieder gewählt. Was blieb war ein Unterschied in der Mentalität der beiden, ehemals verschwisterten Königshäuser.

 

Die Spalten – Der Bürgerkrieg

Dann jedoch veränderte sich das Land. Die untere Hälfte, in der Magie relativ fremd war, wurde immer wieder von Dämonen, Feenwesen und ähnlichen Übernatürlichen heimgesucht. Man zog Gelehrte des Nachbarreiches zu Rate und bald schon wurde klar, dass im tiefen Süden, Übergänge in andere Welten gerissen worden waren. Entsetzen breitete sich aus. Die abergläubische Bevölkerung wollte weg von hier, wo sie sich nicht mehr sicher fühlte. König Dereban fing an, mit dem Nachbarland zu verhandeln, erklärte dann aber aus Ungeduld und persönlichem Hass gegen die Magie der Nordhälfte den Krieg. Der Widerstand in der Bevölkerung war beträchtlich. Am 62. Tag der blutigen Schreckensherrschaft soll die Göttin Odimine persönlich in Form einer riesenhaften, schwer gerüsteten Frauengestalt erschienen sein, um den Frevlerkönig zu richten. Daraufhin wurde Nefinas, einer der wenigen süd-ayvorranischen Magier auf den Thron gewählt, der einen bedingungslosen Friedensvertrag ausgehandelte.

 

Ayvorra heute

Rechtlich sind beide Reiche nun wieder vereint, wenn auch eine imaginäre Trennlinie zwischen Ost und West verläuft. Im Westen trat Nord-Ayvorra einen Teil des Landes an die süd-ayorranische Bevölkerung ab, während Süd-Ayvorra zustimmte, dass Nord-Ayvorra sich weiter gen Süden hin ausbreitete. Nun liegen die Bevölkerungen der ehemaligen Reiche in Ost-West-Richtung nebeneinander und erstrecken sich so weit in den Süden, wie es die Spalten zwischen erlauben.