Imperium - Militär

Das Imperium - Militär

Das imperiale Heer setzt sich aus erfahrenen Berufssoldaten sowie eingezogenen, wehrpflichtigen jungen Bürgern zusammen. Im Imperium wird jeder Knabe im Alter von 16 Jahren, also üblicherweise nach dem Abschluss seiner grundlegenden Lehre, zum Dienst im Heer des Imperators herangezogen. Dieser Dienst dauert 3 Jahre, nach denen man sich entscheiden kann, weiter im Heer zu dienen oder in ein ziviles Leben zurückzukehren. Von dieser Regel ausgenommen sind all jene Jungen, die eine magische Begabung besitzen oder von einem der fünf Orden zum Priester ausgebildet werden. Jedoch besteht auch für Novizen und Magieradepten, genauso wie für Mädchen, die Möglichkeit, freiwillig in den Militärdienst einzutreten. Zwar ermuntert der Orden seine Mitglieder nicht, diese Möglichkeit wahrzunehmen, verbietet sie aber auch nicht ausdrücklich.

Das Landheer des Imperiums gliedert sich in vier verschiedene Truppentypen. Die erste Reihe der Schlachtlinie bilden die Umbrus, schwer gerüstete Infanteristen, die mit ihren großen Schilden jeden Angriff brechen können. Gleich hinter ihnen bilden die Lancearius den Großteil des imperialen Heeres, an ihren Speeren brach schon so mancher Angriff. Die Disziplin der Speerträger ist im gesamten Imperium bekannt. Einen kleineren aber dafür umso wichtigern Teil bilden die Veles, die Schützen. Egal ob sie nun mit Bögen, oder Armbrüsten ausgerüstet sind; die Schützen sind eine wirkliche Gefahr für jeden Gegner des Imperiums. Der letzte Teil der imperialen Landstreitkräfte sind die Pala, Pioniere und Belagerungsspezialisten. In Windeseile können sie Gräben ziehen, Forts errichten oder feindliche Stellung mit schwerem Belagerungsgerät zerstören.

 

Die Marine des Imperiums ist in sich wesentlich geschlossener als das Landheer und unterscheidet nicht zwischen verschieden Truppentypen, lediglich zwischen Offizieren und einfachen Seesoldaten.

Allein schon Aufgrund der riesigen Küstenlinie des Imperiums muss es eine schlagkräftige Flotte unterhalten, was es auch tut. Denn die imperiale Flotte ist von allen Marinen dieses Teils der Welt die größte. Sie umfasst viele tausend Schiffe vom kleinsten Einmaster bis zur Galeere mit vier Masten, und unzählige Matrosen. Eine Besonderheit des Imperiums sind die größten Kampfschiffe des Imperiums. Diese Schiffe bestehen komplett aus Metall statt aus Holz, und werden von eigens dafür ausgebildeten Priestern und Magiern aus den fünf Orden angetrieben. Bewaffnet sind diese metallenen Ungetüme mit speziellen Röhren, in denen ein alchemistisches Pulver lagert das, wenn es entzündet wird, eine riesige Kraft entfaltet, die schwere Gesteinskugeln hunderte von Schritt weit schießt.

 

Gesondert zu erwähnen sind die Equites. Dieser Bund aus Sprösslingen der einflussreichsten und stärksten Familien bildet die persönliche Leibgarde des Imperators und nur er ist ihnen gegenüber weisungsbefugt.

Zwar blickt das Heer oft mit Neid und Missgunst auf die Equites, da diese bejubelt und gefeiert werden, und nicht umsonst ist "gefeiert wie die Equites" ein geläufiges Sprichwort im Imperium, doch diese Elitekämpfer sind alles andere als Jungspunde in schicken Rüstungen. Sie schützen den Imperator persönlich, und jeder Equites nimmt diesen Dienst ernst, wissen sie doch um die Wichtigkeit ihrer Aufgabe. So wundert es nicht, dass die Equites die besten Kämpfer des Imperators stellen, und viele ältere Veteranen auch als seine persönlichen Feldherren dienen.

Neben ihrer Tätigkeit als Elitegarde stellen die Equites auch die schwere Reiterei des Imperiums, deren Schlagkraft weit außerhalb jeder Kritik steht.

 

Das Militär stellt im Imperium auch die Exekutive. Hierfür kann sich jedes Mitglied des imperialen Heeres freiwillig melden, und es werden nur Freiwillige genommen. Sollte ein Soldat diese Möglichkeit wahrnehmen, wird er in die Hauptstadt seiner Provinz gesandt und erhält die nötigen Unterweisungen in imperialem Recht und wenn nötig eine Ausbildung an Speer und Kurzschwert, um sich verteidigen zu können. Nach dieser Ausbildung, die in der Regel etwa einen Monat dauert, wird der Soldat in eine Stadt geschickt, um dort die Einheiten der Exekutive zu verstärken. Die Größe dieser Einheiten variiert je nach ihrem Stationierungsort von einem oder zwei Soldaten in kleinen Dörfern, bis hin zu mehreren Legionen in Städten wie Feris und Aeternis.

 

Theoretisch besitzen die imperialen Streitkräfte keine Magier in ihren Reihen, sondern müssen für jeden Kampfmagier einen formellen Antrag an den Orden der fünf Kräfte stellen. Jedoch wird diesen Anträgen meistens recht schnell nachgegeben, da die Führung des Heeres selten Magier beantragt, wenn sie nicht absolut unabdingbar sind, sind sie doch eine strategisch wichtige Ressource.

Sollten jedoch Magier dem Heer zugeteilt werden, werden immer fünf zu einem so genannten Pentagramm zusammengefasst. Ein Magier oder Priester aus jedem Orden wird dieser Einheit zugeteilt, so ergänzt sich diese Einheit untereinander perfekt und stellt auf dem Schlachtfeld eine nicht zu unterschätzende Macht dar.

 

Zu guter Letzt gibt es noch jenen Teil der imperialen Streitkräfte der für die Beschaffung von Wissen und geheimen Informationen zuständig ist, die Peccati. Im Grunde sind sie jener Arm des Imperators, der die dreckige Arbeit erledigt. Seien es nun Spionagemissionen in anderen Ländern, Attentate auf hochrangige Politiker oder Adlige, oder einfach nur Schmutzkampagnen gegen Handelshäuser. All dies erledigen die Peccati meistens im Auftrag des Imperators persönlich. Organisiert sind Sie in kleinen Zellen von maximal zehn Mitgliedern, jede dieser Zellen hat einen Anführer, der lediglich dem Anführer der Pecatti in Aeternis unterstellt ist.

Die Pecatti arbeiten außerhalb der normalen Gesetze und sollte einer der Ihren von Soldaten gefangen genommen werden reicht es, wenn er ihnen die Tätowierung der Pecatti auf seiner Brust zeigt. Zwar wissen die wenigsten Soldaten dann, wen sie vor sich haben, doch wird allen beigebracht, dass Leute mit diesem Zeichen im Auftrag von höheren Stellen unterwegs sind und man sie einfach gehen lassen sollte.

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