Vaedergaelling

Vaedergaelling ist das südlichste aller Länder auf Whenua und somit auch das kälteste.

Vaedergaelling ist kalt, sehr kalt! Im Winter erreichen die Minusgrade nicht selten die -50°C und im Hochsommer steigen die Grade selten über +15° auf.

Der Hauptteil der Landmassen ist mit Schnee und Eis bedeckt. Selten bis nie sieht man im Winter in Vaedergaelling die Erde. Im Sommer kommt es im Norden des Landes zu großen Schmelzen und so taut an der Küste als erstes Eis und Schnee und gibt das karge Land frei.

Landwirtschaft und Ackerbau, Fischerei und Viehzucht

Ackerbau ist ein hartes Handwerk in Vaedergaelling und so gibt es nur wenige Bauern, die sich um den Anbau kümmern. Hauptsächlich pflanzen die Bauern Gemüse, das von sich aus die harten Wintermonate überstehen kann. Kartoffel, Rüben und ähnliche Bodenfrüchte sind der Hauptanteil der Früchte, die der vaedergaellische Bauer dem Boden entlocken kann. Vor allem an der Nordküste des Landes gibt es die Strömungen, die wärmeres Wasser aus dem Norden bringen. In diesen Gegenden werden auch vermehrt Kraut und andere hoch vitaminhaltige Gemüsesorten angebaut.

Viel mehr verbreitet ist die Zucht des vaedergaellischen Kuumusch, ein rinderartiges Wesen, das ausgewachsen eine Schulterhöhe von fast zwei Metern erreicht. Kuumusch sind wegen ihrem Fleisch aber auch wegen dem dichten Fell und nicht zuletzt wegen den Knochen sehr beliebt. Das Fell, die Wolle und das Leder werden für Kleidung verwendet, die harten Knochen als Griffe für Waffen und Werkzeug, und die langen Rippenbögen als Grundgerüst für die gefürchteten vaedergaellischen Bögen und Speere.

Den Hauptanteil am Tisch eines Vaedergaellingers macht jedoch Fisch aus. Ein Fischer ist in jedem Haus in Vaedergaelling anzutreffen. Mindestens ein Familienmitglied geht täglich mit der Kaahat, dem Verbund der Dorffischer, auf Fischfang um die Familie mit frischem Fisch zu versorgen. Neben Fisch in allen Zubereitungsformen isst der Vaedergaellinger den Fisch auch gerne roh und auch schon mal direkt aus der salzigen See.

Das Volk

Die Vaedergaellinger sind ein Volk von Seefahrern, welche im kalten Süden von Whenua beheimatet sind.

Nur wenige des Volkes gehen normalen Berufen nach. Fischer, Bootsbauer und Schmiede sind hier die Hauptberufe, die ein Vaedergaellinger beherrschen kann. Der Hauptteil der vaedergaellischen Clansleute sind Seefahrer. Seefahrer, um Handel zu treiben, Seefahrer, um neues Land zu erkunden und Seefahrer, um fremde Schiffe zu kapern und mit reicher Beute nach Hause zu segeln.

Die Rasse, der Stamm

Der Vaedergaellinger ist kein Mensch! Nach außen hin mag man das nicht erkennen, jedoch ein Blick in die Augen verrät alles. Die Iris der Vaedergaellinger ist meist weiß bis blau und nicht selten erschrickt ein Fremder wenn er in die reflektierende Iris mancher Vaedergaellinger sieht.

Ab und an wird auch ein Kind geboren dessen Augen schwarz sind. Nicht nur die Iris das komplette Auge ist schwarz!

Schon so mancher, der einmal einem Kerdos begegnet ist und dann einen Vaedergaellinger gesehen hat, hat dieses gemeinsame Merkmal bemerkt. Und es ist auch so! Die Kerdos und die Vaedergaellinger stammen demselben Volksstamm ab. (siehe „die Geschichte Vaedergallings!“) Neben den schwarzen Augen ist das Hauptmerkmal der Vaedergaellinger die lange Lebensspanne. Vaedergaellinger werden an die 600 Jahre alt.

Bekommt ein Vaedergaellinger mit einer Menschenfrau oder eine Vaedergaellingerin mit einem Menschenmann ein Kind, wird das wahre Erbe der Vaedergaellinger sichtbar. Es gibt keine Halbvaedergaellinger! Ein Kind, das aus einer solchen Verbindung entsteht, ist immer 100%iger Vaedergallinger. Kein Merkmal, kein Makel eines Menschen ist zu erkennen. Menschenfrauen sterben mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit bei der Niederkunft da die Lebensenergie meist zur Gänze von dem Kind übernommen wird. Diese spezielle Eigenschaft der Vaedergaellinger machen sich die Clansverbände auch zu Nutze, um frische Erblinien in die eigenen Reihen zu bekommen.

Hirarchien/Familienstrukturen/Dienerschaft und Knechtschaft

Die Vaedergaellinger sind in kleinen Dorfverbänden organisiert. Vaedergaellische Dörfer beherbergen zwischen 500 und 2000 Seelen und selten kommt man in Dörfer, die 5000 Vaedergaellingern eine Heimat bieten, meist sind diese ‚Metropolen‘ dann auch Laasch-Verbünde. Diese Laasch, so nennt man den Sitz eines Königs, sind hauptsächlich im Norden von Vaedergaelling anzutreffen. Dort, wo es Könige für notwendig empfanden, dass sie sich in Königsverbünden unter einem Hochkönig vereinen. Hauptsächlich passierte das im Nordosten an der alten Grenze zu Kerdos.

Ein Vaedergaellischer Dorfverband wird immer von einem König regiert. Der König bestimmt nach reiflicher  Überlegung seinen Nachfolger.

Das ist in einem vaedergaellischen Dorf gar nicht so einfach. Werden doch die Nachkommen des Dorfes vom ganzen Dorf erzogen. Ein Kind hat dadurch nicht einen Vater und eine Mutter und vielleicht nur eine handvoll von Geschwistern, sondern jeder Mann und jede Frau des Dorfes ist mit der Erziehung der Jungen in Verantwortung. Ein vaedergellisches Kind nennt deshalb jeden erwachsenen Mann Vater und jede erwachsene Frau Mutter. Altersgenossen werden Bruder oder Schwester genannt. Wer der richtige Vater ist, ist meistens nicht klar, da es bei den Vaedergaellingern keine Monogamie gibt und der Verkehr zum normalen Umgang bei gesellschaftlichen Anlässen gehört. Der leiblichen Mutter wird der Titel Lebensspenderin zugesprochen und die Nachkommen sorgen meist mit besonderer Fürsorge für ihre Lebensspenderin.

Die vaedergaellische Frau nach der Kindheit.

Bei Erreichen des 18 Lebensjahres geht die vaedergaellische Frau auf die Sooul. Die Souul ist die Reise zu den anderen Clans um dort zu lernen und ihr erstes Kind zu empfangen. So sichert jeder Clan ab, dass in den eigenen Reihen die Fehler durch Inzucht minimiert werden. Der Verbund der so zwischen den einzelnen Clans entsteht hat in den letzten 1000 Jahren dafür gesorgt das auch keinerlei Raubzüge unter den Vaedergaellingern selbst begangen wurden.

Der König eines Dorfes ist niemandem Rechenschaft schuldig und hat auch die oberste Rechtssprechung. Beraten wird der König durch einen oder mehrere Skalden. Skalden sind die Geschichtenerzähler und weisen Männer und Frauen, meist die ältesten der Dorfbewohner und immer sehr ruhige und bedachte Personen.

Einzig und alleine ein Hochkönig, dem sich ein König immer freiwillig unterwirft, darf einem König wiedersprechen. Selbst ein König der bei einem anderen König zu Besuch ist wird sich hüten die Entscheidung des Gastgebers zu besprechen. Jedoch sind nur wenige Geschichten bekannt wo selbst ein Hochkönig das Wort eines Königs außer Kraft gesetzt hat.

Alle Vaedergaellinger werden frei geboren und sind dies auch bis zu ihrem Lebensende. Kein Vaedergaellinger hat je in Knechtschaft unter einem Vaedergaellinger gelebt oder wurde von einem anderen Vaedergaellinger in Gefangenschaft gezwungen. Ein Kampf zwischen Vaedergaellingern endet immer eindeutig! Eindeutig mit dem Tod eines Kontrahenten oder mit der Aufgabe des Schwächeren. Der Sieger bekommt das Recht zugesprochen und der Besiegte nimmt es an. Strafen wie Gefangenschaft oder Knechtschaft kenn der Vaedergaellinger nicht.